Darlehen und Bürgschaften

Darlehen
Darlehen stellen das klassische Instrument zur Förderung von Investitionsvorhaben dar. Die Vorteile von Förderdarlehen sind vor allem begünstigte Zinssätze, lange Laufzeiten, häufig auch eine tilgungsfreie Zeit vor Beginn der Kreditrückzahlung oder eine teilweise Haftungsfreistellung der Hausbank.
Je nach Programm sind Investitionen oder auch Betriebsmittel förderfähig.

  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (GuW - Darlehen)
  • Existenzgründerfinanzierung (Mikrodarlehen)

Nachrangdarlehen
Für die Beantragung von Nachrangdarlehen werden keine Sicherheiten benötigt. Bei einer Insolvenz werden diese Darlehensgeber außerdem nachrangig befriedigt, also erst dann, wenn alle anderen Kreditgeber ihre Forderungen befriedigt haben.
Nachrangdarlehen stellen eine Mischform aus Eigenkapital und Fremdkapital dar (Mezzanine-Kapital).

  • Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA - Investitionsdarlehen)
Aktuelle Informationen der Sächsischen Aufbaubank:

Das GRW-Nachrangdarlehen hat sich in den letzten Monaten zum wichtigen Baustein bei der Finanzierung von Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft entwickelt. Um Ihnen die Anerkennung des GRW-Nachdarlehens als wirtschaftliches Eigenkapital zu erleichtern, werden die Darlehen ab sofort zu noch attraktiveren Bedingungen ausgereicht.

  1. Verzicht auf außerordentliche Kündigungsrechte
    Im Falle eines Zahlungsverzuges oder einer Vermögensverschlechterung des Endkreditnehmers wird die SAB gegenüber der Hausbank die Inanspruchnahme außerordentlicher Kündigungsrechte nicht verlangen.
  2. Erweiterung der Nachrangklausel
    Die Rangrücktrittserklärung umfasst neben der Darlehensforderung auch Nebenforderungen wie Zinsen und sonstige Forderungen.
  3. Einschränkung des Sondertilgungsrechtes
    Auf Wunsch der Hausbank wird die SAB einem Verzicht auf die vertraglich geregelten Sondertilgungsrechte des Endkreditnehmers zustimmen.
Bürgschaften

Bürgschaften können die Aufnahme eines Darlehens erleichtern, wenn bankübliche Sicherheiten nicht oder nicht im erforderlichen Ausmaß zur Verfügung stehen. Meist handelt es sich um eine Ausfallbürgschaft. Bei dieser speziellen Form der Bürgschaft für Unternehmen muss der Bürge nur für den endgültigen Ausfall einstehen, das heißt für das, was der Gläubiger trotz Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner und Verwertung der Sicherheiten nicht erlangen kann.

Grundlegend empfiehlt es sich, einen aussagekräftigen Businessplan vorzubereiten bzw. einen vorhandenen Businessplan zu überarbeiten, so dass zielführende Gespräche zeitnah geführt werden können.

Bei der Bürgschaftsbank Sachsen gibt es die Möglichkeit, eine Bürgschaft ohne Bank (BoB) zu beantragen. Wenn Sie eine Bürgschaftszusage erhalten, bleibt diese zwölf Wochen gültig. Innerhalb dieser Zeit können Sie sich eine finanzierende Hausbank suchen.