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Nach der Auszeichnung als bester Nachwuchsschweißer Sachsens gewann Christian Bormann nun beim Bundesausscheid.
Woher er sein Talent fürs Schweißen hat, kann Christian Bormann gar nicht so genau sagen. „Mein Vater ist Kfz-Mechaniker und meine Mutter Krankenschwester. In der übrigen Verwandtschaft sind alle Autobauer.“ Also kann die Begabung wohl nicht von der Familie stammen, erzählt der 23-Jährige lachend. Sein Meister Stefan Kreher fügt hinzu: „In der Ausbildung wurde früh gesehen, dass ihm das Schweißen im Blut liegt und dann wurde das Talent gefördert.“
Das erste Mal konnte sich der in Nieska aufgewachsene Konstruktionsmechaniker beim Landesausscheid „Jugend schweißt“ im Mai dieses Jahres beweisen. Eine ruhige Hand und gutes Fachwissen verhalfen ihm damals zum Sieg. Er wurde Sachsens bester Lichtbogenhandschweißer.
Für Laien sei diese Technik schwer zu erklären, sagt Kreher. „Dabei handelt es sich, einfach ausgedrückt, um das klassische Elektrodenschweißen, das bei Wind und Wetter eingesetzt werden kann.“
Christian Bormann hat sich für die Technik des Lichtbogenhandschweißens entschieden, weil sie die am häufigsten in den Schmiedewerken Gröditz angewandte Methode ist. 2007 begann er in den Werken seine Lehre, hat seit Januar ausgelernt und wurde vom Betrieb übernommen.
Übung macht den Meister
Vom 27. bis 29. September nahm der sympathische Schweißer schließlich auch am 9. Bundeswettbewerb von „Jugend schweißt“ in Hamburg teil. Seine Familie konnte ihn leider nicht begleiten und vor Ort unterstützen. „Es wäre viel zu wenig Zeit gewesen. Das hätte sich nicht gelohnt“, erklärt er. Dennoch musste er nicht allein in die Hansestadt reisen. Ein Betreuer der Handwerkskammer Chemnitz fuhr mit. Insgesamt traten 51 Nachwuchsschweißer in vier Disziplinen an. Zwei Stunden hatten die Teilnehmer Zeit, um drei Werkstücke zu schweißen.
Zuvor hatte sich Christian Bormann eine Woche lang im Qualifizierungszentrum Großenhain auf den Wettbewerb vorbereitet, um technisch und visuell perfekte Werkstücke abliefern zu können. Seine Mühen wurden belohnt: In seiner Disziplin, dem Lichtbogenhandschweißen, war er der Beste und holte für Sachsen den Sieg. Sein Preis war ein Schweißgerät: „Dann kann ich jetzt vielleicht auch mal privat schweißen“, freut er sich.
Außerdem konnten sich zwei weitere Sachsen, nämlich Dominik Böhme im Gasschweißen und Klaus Leupold im Metall-Aktivgasschweißen, im Wettbewerb durchsetzen. Im Wolfram-Inertgasschweißen gewann der Saarländer Thomas Maske.
Quelle: SZ-Online
Autorin: Antje Meier
Foto: Lutz Weidler
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