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Die Land- und Kfz-Technik Barnitz, die es in dieser Form seit 1991 gibt, will Marktführer in ihrer Branche in der Region werden. Das erklärte jetzt Geschäftsführer Thoralf Schmidtgen. Nachdem es im Juli 2010 zu einer Unternehmensübergabe kam, führt nun der 37 Jahre alte Diplom-Kaufmann den Betrieb, bestehend aus 17 Mitarbeitern im Durchschnittsalter von 37 Jahren, als Geschäftsführer. Der ursprünglich aus der Industrie stammende neue Geschäftsführer war vorher bei einer Tochtergesellschaft von Daimler Chrysler tätig und verfügt deswegen über sehr gute Kenntnisse bezüglich Fahrzeuge. „Wir sind sehr froh, dass der Wechsel so reibungslos geklappt hat und ein gutes Zusammenspiel zwischen der Landtechnik und der Gemeinde besteht“, sagt der Käbschütztaler Bürgermeister Uwe Klingor (CDU).
Keinen Massenmarkt
In dem ehemaligen Rittergut in Barnitz waren einst die Maschinen- und Traktoren-Ausleihstation und später der Kreisbetrieb für Landtechnik untergebracht. Das Unternehmen führt qualitativ hochwertige Maschinen und Produkte zur Landwirtschaft von den Marken Fendt, Massey Ferguson und Challenger sowie ein Materiallager von 15 000 Ersatzteilen. Doch diese Menge an Produkten steht nicht nur für den Betrieb selbst zur Verfügung, sondern kann auch gemietet werden. „Wenn einem Bauer die Maschine ausfällt, kann er sich ohne Umstände eine unserer Maschinen leihen“, so Thoralf Schmidtgen. Der studierte Geschäftsführer ist sich über den großen Wettbewerb im Bereich der Landwirtschaft und -technik bewusst, sagt jedoch, dass die Landtechnik Barnitz keinen Massenmarkt betreiben will.
Die Firma bewirtschaftet eine Fläche von 3000 Hektar und hat ein Einzugsgebiet von 50 Kilometern im Umkreis. Dabei bleibt es aber nicht, denn auch Hallen und Getreidesilos werden von dem Unternehmen unter Leitung von Jens Langer, Gesellschafter und Leiter der Innenwirtschaft, gebaut. „Aufgrund vieler Investitionen im letzten Jahr wollen wir unsere Stellung weiter ausbauen“, sagt Schmidtgen. Damit setzt er sich keineswegs zu hohe Ziele, denn die Landtechnik Barnitz ist bereits jetzt ein führendes Unternehmen im Umkreis. Rund 200 000 Euro Ausgaben waren bei der Firmenübergabe im letzten Jahr für Werkstatt, Ausrüstung, Vertrieb und Verwaltung geplant. Investiert wird auch in Mitarbeiter, die Lehrlingsausbildung konsequent fortgesetzt. Behutsam, aber kontinuierlich soll investiert werden.
Demnächst mit Museum
Demnächst wird der Hof auch über ein eigenes Museum verfügen, indem verschiedene Ausstellungen wie die Historie der Marke Fendt sowie ein voll erhaltener UTP-Raum zu sehen sein werden. Ebenfalls wird die Kreativgruppe des Heimatvereins ihre Erzeugnisse in einem Raum präsentieren. Der Heimatverein Käbschütztal hat sein Museum in den Betrieb verlegt. Zuvor befand es sich in der alten Schmiede, einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Weder der Heimatverein als Nutzer noch die Gemeinde als Eigentümer haben jedoch Geld, das Haus umfassend zu sanieren.
Die Land- und Kfz- Technik lädt am 11. September ab 10 Uhr zu ihrem 20-jährigen Bestehen zu einem Tag der offenen Tür und der Museumseröffnung ein.
Quelle: SZ-online
Autor: Juliane Just
Bildquelle: Claudia Hübschmann
Weitere Informationen zur Land- und Kfz-Technik Barnitz GmbH finden sie hier.
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