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Wie der Stahl gehärtet wird. Das können die Gäste der SZ-Entdeckertour am Sonntag in den Elbe-Stahlwerken Feralpi in Riesa erleben. Extra für die Entdeckertour wird der Sonntag zu einem vollen Produktionstag – mit Rundgängen durch das Stahl- oder das Walzwerk.
Ankunft: Shuttle-Busse von der ErdgasArena zum Werk
Den Besuchern wird das Parken an der Erdgasarena empfohlen. Im Werksgelände selbst ist das nicht möglich. Shuttle-Busse bringen die Besucher über eine Strecke von reichlich vier Kilometern zum Stahlwerk im Stadtteil Gröba. Vor dem Werkseingang sind zwei Zelte aufgebaut.
Infotour: Vorbereitung auf den Werksrundgang
Die Besucher können sich zunächst an Ständen im Gebäude Gastroservice Selle über das Stahl- und Walzwerk informieren. Persönliche Gespräche mit Mitarbeitern sind möglich. Zudem wird ein Film über das Unternehmen Feralpi Stahl gezeigt. Natürlich ist auch ans Catering gedacht. Imbiss und Getränke werden dort angeboten.
Im Zelt: Schutzkleidung für den Rundgang
Im ersten Zelt vorm Werkstor zeigen Mitarbeiter der Sächsischen Zeitung einen Teil der umfangreichen Buchproduktion des Verlages. So können die Besucher die Renner der Saison erwerben: So zum Beispiel die Schlösserbücher der SZ, Sächsische Erfindungen und der Wanderkalender für 2012 „Parks und Gärten um Dresden“. Zum Preis von 50 Cent kann sich jeder Gast vor der Stahlwerkskulisse fotografieren lassen. Das Foto wird sofort ausgedruckt.
Im zweiten Zelt (direkt an der Eingangswaage) ist der Umkleidebereich für die Rundgänge. Kurz vor dem Beginn des Rundgangs erhalten die Besucher eine Schutzkleidung. Erst dann starten die rund einstündigen Touren durch das Stahl- oder das Walzwerk. In den Gruppen sind maximal 30 Personen. Die Führungen gehen von 9 bis 18 Uhr im Viertelstunden-Rhythmus. Die auf der Eintrittskarte ausgedruckten Zeiten sind unbedingt einzuhalten. Personen unter 14 Jahren oder mit Herzschrittmachern haben keinen Zutritt. Lange Hosen und festes Schuhwerk sind für den Rundgang nötig.
Die Stationen im Stahlwerk: Auf zum Elektroofen
Bei Feralpi Stahl wird vor allem Stahl hergestellt. Ausgangspunkt dafür ist Schrott, der mit großen Sattelschleppern jeden Tag angeliefert wird. Die Besucher können dann in der Schaltwarte sehen, wie die Mitarbeiter des Stahlwerks den Elektroofen per Computer steuern. Drei Elektroden produzieren einen Lichtbogen, der den Schrott zum Schmelzen bringt. Bei 1600 Grad Hitze. Der Schmelzofen bereitet dem Schrott ein Stahlbad. Später sehen die Gäste die Gießpfanne. Dort wird der flüssige Stahl aus dem Elektroofen abgefüllt. Danach wird der Stahl weiter veredelt und schließlich in einer Stranggussanlage abgegossen. Der noch flüssige Stahl muss so lange abkühlen, bis er erstarrt ist.
Bis zu einer Million Tonnen Stahl erzeugt Feralpi pro Jahr. Das ist fast so viel wie in DDR-Zeiten, wo fast 10.000 Menschen im Stahlwerk gearbeitet haben. Jetzt sind es bei Feralpi Stahl noch 580.
Die Stationen im Walzwerk: Zulieferer für Bauindustrie
Ein wichtiges Produkt aus dem Riesaer Walzwerk, der zweiten Tour, sind gerippte Betonstabstähle für die Bauindustrie. Sie sind zwischen 6 und 40 Millimeter dick und zwischen 6 und 20 Metern lang. Die Produktion läuft gerade gut, denn auf dem Bau brummt die Konjunktur wieder. Das andere Produkt, der Walzdraht, wird im Drahtwerk, zum Beispiel zu Betonstahlmatten oder Gitterträgern, verarbeitet. Die Besucher können sich die Produktion ganz genau ansehen.
Ausklang: Der Hafen von Riesa zeigt sich
Der Riesaer Hafen ist ein großer Umschlagplatz vor allem für Container. Eine Million Tonnen werden hier pro Jahr verladen. Das ist etwa genauso viel wie im Stahlwerk Stahl produziert wird. Wer sich dafür interessiert, kann sich nach dem Rundgang durchs Stahlwerk mit dem Motorschiff Riesa ums Hafengelände schippern lassen. Experten an Bord bringen den Gästen die Geschichte und Zukunft dieses wichtigen sächsischen Binnenhafens nahe. Geplant sind zwölf Fahrten.
Entdecken Sie die Elbe-Stahlwerke Feralpi Riesa am 21. August 2011, 9 - 18 Uhr
Wo es noch Karten gibt: Im Angebot sind zwei geführte Touren mit Zeitfenstern – entweder durchs Stahl- oder durchs Walzwerk. Aus Sicherheitsgründen dürfen Besucher erst ab 14 Jahre hinein. Die Eintrittskarten kosten drei Euro (ohne SZ-Card fünf). Tickets gibt es in allen SZ-Treffpunkten. Das Kontingent ist aus Sicherheitsgründen auf knapp 2.200 Karten begrenzt – deshalb wird der Vorverkauf dringend empfohlen.
Quelle: SZ-online
Autor: Ulf Mallek
Bildquelle: kairospress
Weitere Informationen zum Feralpi Stahl Riesa finden sie hier.
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